Der Brauvorgang - Im Gärkeller

 

 

 

Der Gärkeller

1001_120x90_sq

Der Gärbottich:
Der Gärbottich ist der Aufenthaltsort der Würze für ca. eine Woche. Hier erfolgt mittels der noch zuzugebenden Hefe der Abbau des Zuckers (also der Stammwürze) zu Alkohol und CO2. Meine Lehrbrauerei hat das Bier in offenen Gärbottichen vergoren, so dass man hier die Gärstadien schon verfolgen kann. Heutzutage wird fast ausnahmslos nur noch in geschlossen ZKT’s (zylindrokonischen Tanks) vergoren

1001_120x90_hz
1002_120x90_sq

Die Hefe:
Die Hefe wird in diesen Hefewannen (links) aufbewahrt, bis sie zum Einsatz kommen. Ich habe meine Hefe auch aus einer Brauerei besorgen können.
Man benötigt ca. 0,5 - 1,0 l dickbreiige Hefe für 100 l Anstellwürze.

1002_120x90_hz


Die Gärstadien

1003_120x90_sq

Tag 0 - Würze anstellen und belüften:
Direkt nach dem Anstellen der Würze muss diese belüftet werden, damit die Hefe Nahrung bekommt. Diesen Vorgang nennt man “Aufziehen”.

1004_120x90_hz
1004_120x90_sq

Tag 1 - Ankommen:
Nach ca. 12 - 16 h überzieht sich der Bottich mit einer feinblasigen weißen Schicht. Diesen Effekt nennt man in der Brauersprache “Ankommen” oder “Überweißen”.
Damit hat man Gewissheit, dass die Gärung eingesetzt hat.

1005_120x90_hz
1005_120x90_sq

Tag 2/3 - Hochkräusen:
Nach dem zweiten / dritten Tag wird der feinblasige Schaum höher und er bekommt braune Kappen. Das sich im Jungbier bildende CO
2 bringt Harze, Eiweiße und Gerbstoffe an die Oberfläche.

1006_120x90_hz
1006_120x90_sq

Tag 5/6 - Braunkräusen:
Die Intensität der Gärung lässt allmählich nach. Die Kräusen fallen somit langsam zusammen, die braune Schicht wird dicker, also hat das CO
2 weitere Harze und Gerbstoffe aus dem Bier “getrieben”.

1007_120x90_hz
1007_120x90_sq

Tag 7/8 - Schlaucherdecke:
Die Kräusen sind vollends zusammengefallen und es bildet sich eine zusammenhängende, geschlossene Gärdecke.

1008_120x90_hz
1008_120x90_sq

Gradierung:
Um den Gärverlauf zu kontrollieren, wird der fallende Stammwürzegehalt mittels eines Saccharometers ermittelt. Diesen Vorgang nennt man unter Brauern “Gradierung”.
Den ermittelten Wert bezeichnet man als scheinbaren (End-)Vergärungsgrad, da der Wert durch den entstandenen Alkohol und CO
2 verfälscht ist.

1009_120x90_hz
1010_120x90_sq

Schlaucherdecke abheben:
Vor dem Schlauchen wird die Gärdecke - auch Schlaucherdecke genannt - abgehoben, um so die hier ausgetriebenen Gerbstoffe und Harze aus dem Bier zu entfernen.

1010_120x90_hz
1011_120x90_sq

Gärdiagramm:
Zur Überwachung der Hauptgärung sollte ein Gärdiagramm geführt werden. In dieses Diagramm sollte mindestens einmal am Tag die Temperatur und der scheinbare Vergärungsgrad eingetragen werden, um so die verlaufende Gärung dokumentieren zu können.

1012_120x90_hz


Schlauchen

1009_120x90_sq

Schlauchen:
Am Ende der Hauptgärung wird das Jungbier in die Lagertanks “geschlaucht”, damit das Bier dort in den nächsten Wochen reifen und CO2 im Bier binden kann.
Ich habe es einfach in alte KEG-Fässer umgefüllt, was nicht ganz ideal ist, da man bereits in diesem Stadium darauf achten muss, dass da Bier möglichst wenig Kontakt mit Sauerstoff bekommt.

1011_120x90_hz

 

 

 

finger_links Zurück in das Sudhaus                          Weiter geht es in den Lagerkeller finger_rechts


[Bier sieden] - [Vergären] - [Lagern] - [Abfüllen]

zur Startseite des Hopfezopfe-Bräu
zur Startseite des Hopfezopfe-Bräu
GOWEBCounter by INLINE

Besucher seit

13. Mai 2002


 

Post an:
braumeister @ bierbrauerei.net


IMPRESSUM